Pichobaude

Picho (Michael Herfort)
Picho (Hubert Höfer)
Infotafel
| Baujahr | 1927 |
| Eröffnung / Einweihung | 26. Mai 1927 (Christi Himmelfahrt) / 5. Juni 1927 (Pfingstsonntag) |
| Höhe | 499 m ü. HN |
| Initiatoren: | Martha und Bernhard Eiselt |
| Eigentümer | Annette Grundmann |
| Pächter | / |
| Übernachtung | nicht möglich |
| Adresse: | Zur Pichobaude 12, 02681 Wilthen |
| Öffnungszeiten: | Montag und Dienstag Ruhetag Mittwoch bis Sonntag ab 11 Uhr geöffnet |
| Telefon: | (03592) 32953 |
| Homepage: | www.picho.de |
Geschichte
Die Geschichte der heutigen „Picho-Baude“ beginnt im Jahr 1927, als auf dem Gipfel die heutige Pichobaude durch Bernhard Eiselt aus Tautewalde erbaut wurde. Nach der Errichtung der Baude, kaufte Bernhard Eiselt den Grund und Boden vom Gutsbesitzer Hanewald. Seitdem erfreut sich der Bergasthof großer Beliebtheit.
Aber bereits vor dem Jahr 1927 gab es ein Schankrecht auf dem Picho! Seit 1924 existierte auf dem Picho ein einfacher Bretterverschlag, ähnlich einem heutigen Kiosk, deren Besitzer an die Steinbruchmitarbeiter und Wanderer Getränke und warme Würstchen verkauften.
Die 1927 errichtete Baude wurde 1929 durch seinen Besitzer um einen Anbau erweitert. Ein gemauerter Küchenbau sowie eine Veranda und ein zweiter Gastraum entstanden.
Nach dem Tod von Bernhard Eiselt im März 1938 übernahm Carl Radon mit seiner Frau Emma die Gaststätte. Daraufhin entstand der Berggasthof Pichobaude in der heutigen Form. Carl Radon führte die Bauden bis 1945.
Nach einigen Wirten bis ins Jahr 1964, übernahm Otfried Grundmann im Jahr 1965 als Wirt die Pichobaude. Bis zu seinem Tod 2003 stand er hinter dem Tresen.
Heute wird die Pichobaude in zweiter Generation durch seine Tochter Annette Grundmann bewirtschaftet, welche die langjährige Tradition der Pichobaude fortführt.
Am 17. August 2024 gab es an der Pichobaude ein großes Fest zum 100jährigen Bestehen mit zahlreichen Musikgruppen aus der Umgebung.
Text entnommen von der Homepage www.picho.de
Umgebung
Aussichtspunkt „Bautzenblick“
An der Picho-Baude befindet sich der Aussichtspunkt „Bautzenblick“. Nach Norden eröffnet sich hier ein freier Blick über die Stadt Bautzen und auf den flachen Teil der Oberlausitz.
Denkmal für Michael Rostock
Michael Rostock (1821-1893) war Lehrer in Dretschen. Er erforschte systematisch die Flora und Fauna in der Lausitz. Sein bevorzugtes Forschungsgebiet war der Große Picho.
Ehemaliger Funkturm auf dem Großen Picho
Direkt neben der Baude befand sich bis 2021 ein sogenannter A-Turm aus DDR-Zeiten. Dieser wurde 1959 für das Schmalbandnetz der SED errichtet. Die Errichtung war eine Folge der Ereignisse des Volksaufstandes am 17. Juni 1953 in der DDR. In allen Bezirken der DDR, abseits von Ballungsgebieten entstanden die Bezirksrichtfunkzentralen (BzRFuZ), anfangs in alten Baracken, später eben in den Türmen. Wolfgang Lill hat im Forum der Website www.radiomuseum.org zahlreiche Informationen zur Funktechnik auf dem Großen Picho zusammengestellt.
Wanderweg der Deutschen Einheit
Der Wanderweg der Deutschen Einheit ist ein nationaler Fernwanderweg von der östlichsten Stadt Deutschlands Görlitz bis zur westlichen Stadt Deutschlands Aachen auf einer Länge von 1080 km. Von Görlitz bis zum Großen Picho führt der Wanderweg entlang der Markierung Blauer Punkt.