Schurigbaude

Schurigbaude 1 (August 2002, Matthias Bosse)

Schurigbaude 2 (August 2002, Matthias Bosse)
Infotafel
| Baujahr | 1926-1928 |
| Eröffnung / Einweihung | 15. Mai 1928 |
| Höhe | 505 m ü. HN |
| Initiatoren: | Bäckermeister Alwin Schurig aus Weifa |
| Eigentümer | seit 2005 in Privateigentum |
| Pächter | / |
| Übernachtung | / |
| Adresse: | Wilthener Weg 29, 01904 Steinigtwolmsdorf |
| Öffnungszeiten: | / |
| Telefon: | / |
| Homepage: | / |
Geschichte
In den Jahren 1926 bis 1928 ließ Bäckermeister Alwin Schurig aus Weifa die Bergbaude auf dem Gipfel der Weifaer Höhe (505 m) errichten. Die nach dem Erbauer benannte Baude wurde am 15. Mai 1928 eröffnet. Für die in herrrlicher Waldgegend der Oberlausitz gelegene Schurigbaude wurde unter dem Slogan „Einkehrhaus mit allem Komfort der Neuzeit“ geworben. Besonders hervorgehoben wurden die behaglichen Fremdenzimmer, die Bundeskegelbahn, die eigene Dampfbäckerei im Ort, ein Aussichtsturm, das ausgezeichnete Wintersportgelände und ein Schwimmbad in der Nähe. Die Berggaststätte auf der Weifaer Höhe hat im Volksmund bis heute den Namen Schurigbaude behalten. Die Schurigs besaßen die Baude bis zum Jahre 1932. Zu dieser Zeit wurde Hans Eckhard aus Bautzen Eigentümer der Berggaststätte. Das war jene Zeit, zu der unweit der Baude eine vom Turnverein Weifa errichtete Sprungschanze eingeweiht wurde. Die Berggaststätte erfreute sich großer Beliebtheit und war Anziehungspunkt für Besucher.

Schurigbaude (Postkarte ca. 1930)
In den Jahren 1943 bis 1945 wurde die (Schurig-)Berggaststätte als Kinderheim für Kinder von Eltern eingerichtet, die durch Bombenangriffe (in Hamburg) gefährdet waren. 1945 wurde Hans Eckhard (Mitglied der NSDAP) enteignet und die Berggaststätte Volkseigentum. Von 1946 bis 1952 diente die Schurigbaude als Kreisparteischule der SED-Kreisleitung Bautzen und war seitdem für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. In den Jahren 1952/1953 übernahm der VEB Strömungsmaschinen Pirna den Gaststättenkomplex und nutzte ihn als Ferienobjekt für die Betriebsangehörigen. Seit 1990 war der einzigartige Gaststättenkomplex ungenutzt und verfiel. Dem Teuhandliegenschaftsdienst ist es nicht gelungen die Schurigbaude als Gaststätte wieder zu beleben. Seit 2005 wird die Baude privat genutzt.
Text entnommen aus „Bergbauden und Aussichtstürme“ von Eberhard Garbe und Peter Hornig, 2011

Blick von der Schurigbaude (ca. 1930, E. Wagner Söhne, Zittau)
Umgebung
Aussichtspunkt Heimatblick
Südlich der Schurigbaude befindet sich einer schönsten Ausblicke in das Lausitzer Bergland und das Lausitzer Gebirge. Bei guter Sicht sind Aussichten bis in das Iser- und Riesengebirge möglich.
Lehrpfad Weifa
Wandern Sie auf dem Ortslehrpfad Weifa und erkunden Sie die Ortsgeschichte. Beschilderungen erklären die Besonderheiten der Bauweise der typischen Umgebindehäuser und der Denkmäler von Weifa. Den Flyer zum Ortslehrpfad können Sie im Heimatkundemuseum, in den Ortsgeschäften in Weifa und in der Gemeindeverwaltung in Steinigtwolmsdorf erhalten.


Heimatblick Weifa (Hubert Höfer)
Rundwanderweg Weifa
Der Rundweg in Weifa beginnt am Keglerstübel in Weifa, dort finden Sie auch eine Informationstafel. (weißes Viereck mit einem grünen Punkt)
Der Rundwanderweg ist ca. 11,5 km lang. Er führt Sie vom Keglerstübel zum Grenzweg in Richtung Alter Brunnen, weiter durch das Folgental vorbei am Steinwall und in Richtung Weifa zur Straße nach Neuschirgiswalde. Hier können Sie weiter zur Schurigbaude über die Weifaer Höhe. Bleiben Sie in Richtung Neukircher Weg und von dort können Sie einen Abstecher zur Felsenburg "Pan Dittrich" unternehmen. Im Anschluss folgen Sie dem grünen Hinweisschild (weißes Viereck mit einem grünen Punkt) in Richtung Ringenhain um über den Wiesenweg zurück nach Weifa zum Ausgangspunkt der Wanderung zu gelangen.







